Indien

Der erste Eindruck

Der erste Eindruck ist wie befürchtet und wie gehofft: voller Menschen, voller Trubel, voller Dreck, voller Lärm. Aber auch voller Farbe und voller Freundlichkeit.

Angekommen in der Metropolregion Delhi (hiermit ein Gruß an die Fans der Metropolregion Nürnberg) mit seinen über 16 Millionen Menschen werden wir durch die Stadt kutschiert. Immer im geschützten Raum des kleinen Busses. Vorbei am Gandhi Memorial, der Jama Masjid Moschee, dem India Gate und Parlamentsgebäude. Vorbei an herrschaftlichen Maharadscha Palästen, Neubau-Hochhäuser und Slums, vielen Slums. Unter Plastikplanen wird am Straßenrand gelebt.

Der Gang durch die Gassen des Basars im altem Delhi ist für mich am Anfang eine Mutprobe. Soviele Menschen, so ein Gedränge, fremdartige Gerüche… aber dann lass ich mich mittragen von diesem indischen Spirit. Mit einer gewissen Gelassenheit, mit viel Neugierde, ein Treiben lassen und Vorwärtsdrängen.

Mein Highlight des Tages: das Sikh-Gotteshaus Gurudwara, wo 25.000 Menschen täglich umsonst Essen erhalten. Hier gibt es keine Kasten, keine Bedingungen, alle Menschen werden gleichbehandelt. Wir können in die Küche schaun, wo Freiwillige unermüdlich Dal zu bereiten. Dann genieße ich im Guruwada im Schneidersitz sitzend zwischen all dieser farbenfrohen Menschen die Verbundenheit. Und aus äußerem Lärm wird eine innere Ruhe.

Zeichen, Formen, Bilder die für mich einen ganz besonderen Moment in sich tragen.

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