Australien

Das Herz Australiens: Uluru & Kata Tjuta

Ist der Uluru  wirklich das Herz dieses Kontinents? Ich weiß es nicht, für mich aber ist es das.

Warum? Ich weiß es nicht, es fühlt sich so an.

Wahrscheinlich ist es erstmal der Weg dahin.

Ich fliege von der südlichen Stadt Adelaide die 1.500 km ins Zentrum nach Alice Springs (von oben – Darwin aus – wären es nur 1.400 km). Von da aus nehme ich den Bus und fahre weitere  467 km zum berühmten Ayers Rock. D.h. ich sitze ca. 5 Std. im Bus und fahre durch den Busch: rechts und links nichts als Wüste, roter oder gelber Sand, Spinifex, dürre Büsche, verbrannte Erde… Outback eben.

Soweit das Auge reicht flaches Land, eine Straße immer gerade aus.

Dann sind da die Traumzeitgeschichten der Ureinwohner. Für sie ist dieser Ort heilig, neben vielen anderen Orten. Er wurde ihnen genommen und jetzt ist er wieder bei ihnen, aber sie teilen ihn mit den vielen Touristen die das Wahrzeichens Australiens erleben wollen.

Wir sind ganz nah dran und  stoppen zuerst am ca. 30 km benachbarten Kata Tjuta. Diese Berggruppe aus 36 Bergen ist mir auf Anhieb sympathisch und erinnern mich stark an die gezeichneten Knubbelberge meines Kinder-Zeichenhelden „Mordillo“.  Je näher man dran kommt, desto beeindruckender sind sie. Die glatten rostigen teilweise durchlöcherten Steinwände, die ihre Farbe ständig durch Sonne und Wolken verändern, fühlen sich toll an.

Wie vom Himmel hingeworfene Steine im flachen Land.

Auch hier begleiten uns die Fliegen und sie nutzen meine Brille als Landeplatz.

Und dann umrunden wir den Uluru. Vom Weitem schaut er nicht sehr groß aus, eher wie ein verhülltes Christo-Kunstwerk mitten im Busch oder ein vergessenes Pausenbrot eingepackt in Butterbrotpapier.

Je näher man kommt, desto mehr erkennt man die Feinheiten des Felsens – über Millionen von Jahren vom Wind geformt.  Falten und Furchen, Dips und Löcher, Wulste und fein krakelierte Schichten. Von Rotgold bis Tiefschwarz, von Gelbocker bis Aubergine-Grau. Man möchte ihn berühren aber gleichzeitig hab ich bedenken, dass er unter meinen Händen wie ein Sandhaufen zerbröselt.

Und dann sind da noch die Zeichen der Behüter. Sie erzählen ihre Geschichten, von ihrem Leben, von Maja und Kunia…

Zum Abschluss warten wir auf den Sonnenuntergang – mit all den anderen Besuchern.

Der Himmel ist wolkig und so gibt es nicht die richtig große Show. Aber egal: die Farbe verändert sich ständig, die Wolken spielen ihr Spiel und ich kann mich nicht entscheiden, wie er mir am besten gefällt.

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